Geschichte
Geht man in der Geschichte der Rückschlagspiele weit zurück, so stellt man fest, dass bereits die alten Ägypter ein Spiel ausübten, bei dem ein Ball mit der Hand hin- und hergeschlagen wurde.
Die Hand als Schlaggerät behielt bis zum Ende des 14. Jahrhunderts ihre Funktion, wobei der Spieler einen mit Holz verstärkten Handschuh (Jeu de Paume - Handschuh) trug, um den Ball härter zurückschlagen zu können. Später wurde dieser Handschuh durch einen Schläger ersetzt, der eine pergamentähnliche Schlagfläche besass.
1822
Die eigentliche Geburtsstunde des Squash ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts anzusiedeln. In der englischen "Harrow School" spielte man ab 1822 das "Open Court Rackets", ein einfaches Rückschlagspiel. Als Vorbereitung und zum Aufwärmen für dieses Spiel diente ein Rackets-Court, der zwei im rechten Winkel zueinander stehende Wände hatte und in dem sich die Spieler mit einem weichen Ball einschlugen.
Daher sehen die Sporthistoriker Hasselbach (1986) und Beddington (1984) das Rackets-Court-Spiel als den Wegbereiter für Squash.
1850
Ein ehemaliger Schüler der Harrow-School berichtete 1850 erstmalig, dass er Squash gespielt habe.
1853
Der erste überdachte Rackets-Court wurde 1853 im Londoner "Old Prince Club" errichtet. Der weiche Ball spielte eine wichtige Rolle bei der Namensgebung. Der Sport-Brockhaus (1984) übersetzt Squash als "weicher Körper" und verweist damit auf den Spielball.
1890
Squash wurde 1890 zum erstem Mal in der Sportliteratur erwähnt. Das Sporthandbuch "Badminton library of Sports and Pastimes" schreibt über Squash Folgendes: "Es gibt jetzt in England mehrere Privathäuser mit schönen Squashcourts, die ähnlich kleinen Hartballcourts gebaut sind."
Insbesondere an Universitäten und Schulen erfreute sich Squash wachsender Beliebtheit. Als Gründe wurden nicht zuletzt pädagogische Ziele angegeben. Der Sporthistoriker Hasselbach nennt Squash als förderlich für
"...körperliche Entwicklung, Konzentration, Kondition, Zwang zu geistiger Flexiblität und nicht zuletzt den Fairness-Gedanken."
Schüler und Studenten aus dem Commonwealth machten Squash in ihren Heimatländern bekannt und sorgten damit für die Verbreitung der Sportart.
Die Verbreitung der Sportart verlief auf zwei unterschiedlichen Wegen. Amerikanische Studenten trugen den Spielgedanken über den Atlantik. Dort jedoch fand die Variante mit dem harten Spielball (Open Court Rackets) mehr Anklang.
1908
1908 wurde eine begriffliche Trennung mit den Bezeichnungen Squash Rackets und Raquetball vorgenommen. Im gleichen Jahr war Squash noch unter der Bezeichnung Rackets bei den Olympischen Spielen in London sowohl im Einzel als auch im Doppel Olympische Disziplin.
1930
In Deutschland wurde Squash gleich zweimal geboren. Seine erste Wiege schaukelte schon vor dem zweiten Weltkrieg in Berlin. Dort entstanden 1930 im Bezirk Siemensstadt die ersten vier Courts. Der damalige Leiter des Bereichs Fernmeldetechnik bei SIEMENS, Dr. Ernst von Siemens, hatte Squash in England kennen gelernt und den Bau der damals "Wandspielhallen" genannten Anlagen initiiert. Unter den Mitarbeitern des Unternehmens wurde ein regelrechter Spielbetrieb organisiert, es wurden sogar schon Wettkämpfe gegen ausländische Mannschaften ausgetragen.
Ausser bei SIEMENS gab es vor dem Krieg noch zwei weitere kleinere Anlagen. Der Berliner Hallen-Tennis-Club hatte einen Court in seinem Vereinsheim anlegen lassen. Erst 1978 wurde in den SIEMENS-Hallen durch den Berliner Wandballspielverein wieder Squash gespielt.
1936
1936 wurden im Haus des Deutschen Luftfahrt-Verbandes einige Squashcourts gebaut, die von den Piloten für Fitness- und Freitzeitsport
genutzt werden konnten.
Durch die Kriegswirren gerieten die Squashhallen und diese Sportart in Vergessenheit, die Hallen wurden zweckentfremdet.
1949
Unabhängig von den deutschen Bestrebungen hielt Squash auch durch die britische Rheinarmee Einzug in Deutschland. Schon in den Jahren bis 1949 hatten die Briten insgesamt 40 Courts für ihre in der Bundesrepublik stationierten Soldaten errichtet.
1970
Anfang der siebziger Jahre hatte Christof Graf Vitzthum in Australien Bekanntschaft mit dem Squashsport gemacht. Er hörte durch Zufall von den fast vergessenen Courts. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda gelang es ihm, den Sport in den SIEMENS-Hallen wieder populär zu machen.
1973
Ebenfalls in Australien hatte sich rund zehn Jahre zuvor der Hamburger Kaufmann Henning Harders mit dem "Squash-Bazillus" infiziert. Bei seiner Rückkehr in die Hansestadt errichtete der "zweite Gründervater des deutschen Squash" dort drei Courts. In Hamburg entwickelte sich die Keimzelle des Squash als organisierte Sportart in Deutschland. Folgerichtig wurde hier 1973 auch der Deutsche Squash Rackets Verband (DSRV) gegründet.
2000
Squash ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt. Zu diesem Schluss kommt die World Squash Federation (WSF) nach Sichtung des im Rahmen der Bewerbung um eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im Jahre 2000 erhobenen Zahlenmaterials über die weltweite Verbreitung von Squash.
Quelle:
Die Profi-Verbände im Squash
Die PSA World Tour bildet das Rückgrat der Männer-Squash-Elite. An 80 Events in mehr als 25 Ländern kämpfen die Profis des Einzelwettkampfs um über 1,5 Millionen Dollar Preis-geld. Superstars wie Jonathan Power (Kanada), Peter Nicol (Schottland), Ahmed Barada (Ägypten) und Jansher Khan (Pakistan) sowie weitere 250 professionelle Spieler bieten ihren Fans weltweit im Kampf um Weltranglistenpunkte bestes Squash.
Das Kernstück der PSA World Tour sind die Hi-TecSuper Series, welche die Topevents der Tour beinhalten. Diese jährlich stattfindenden prestigeträchtigen Turniere wie u. a. das World Open, die Al Ahram Championships (Ägypten), die British Open, das Qatar International, das Cathay Pacific Hong Kong Open, das Tournament of Championships (USA), das Pakistan Open, die Equitable Life Super Series Finals (UK), die PSA Championships und weitere sind das primäre Vorzeigeschild der Tour. Viele TV-Stationen berichten regelmässig von Höhe-punkten der Turniere. Hauptsächlich sind die Beiträge bei BSkyB, ESPNSTAR, M-Net, SPORTV, Fox Australia, Fox World-wide und Fox Americas zu sehen. Einige Länder - wie Ägypten und Qatar - berichten sogar live.
Dieser Superserie untergeordnet organisiert die PSA auch andere prestigeträchtige kleinere Turniere, die eine Attraktion für die nächste Generation von aufstrebenden nationalen und internationalen Stars bieten.
Grosse Meister wie Jonah Barrington, Geoff Hunt, Jahangir Khan und Jansher Khan haben die letzten vier Jahrzehnte geprägt. Jeder dieser Profis hat das Endziel, Welt-ranglistenerster zu sein, bereits mindestens einmal erreicht. Die PSA ist stolz, weiterhin mittels Führung und Förderung der Squashwettkämpfe der Männer den jeweiligen Topsportler des Jahres zu küren.
(Quelle: www.psa-squash.com)
Der Frauenprofiverband
Text folgt
(Quelle: www.wispa.net)
In den 80er-Jahren begann in der Schweiz der Squash-Sport zu boomen. In zahlreichen Hallen jagten zwei oder vier Spieler in einem engen "Käfig" praktisch bis zur Erschöpfung einem kleinen Gummiball hinterher. Jeder und jede wollte das schweisstreibende Spiel kennenlernen. Inzwischen hat sich die Euphorie etwas gelegt. "Die Uebertreibung, als am Anfang alle einmal spielen wollten, ist weg. Der leichte Rückgang bei den aktiven Spieler/innen ist nur eine Gesundschrumpfung", sagte der ehemalige Nationaltrainer Marcel Schranz 1999.
(Quelle: www.google.com)
Seit der Saison 1978/79 wird ein Mannschafts-Interclub organisiert, Grasshoppers Zürich gewann diesen Titel bereits zehnmal.
Bei den Damen erkämpfte der Verein SC Basel/Van der Merwe Basel den Titel schon siebenmal.
Einzelmeistertitel werden ebenfalls seit 1976 ausgespielt, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren.
Barbara Hartmann war mit 7 Titeln die erfolgreichste, während bei den Herren Stefan Wiederkehr (Royal Cham und Freibourg) sowie Wolfgang Zollinger und Andrew Marshall, beide Grasshoppers, mit je 3 Titeln die erfolgreichsten sind.
Für die Junioren U19 gibt es seit 1978 die Teilnahmemöglichkeit an Titelkämpfen.
Seit 1974 wird das Swiss Open für Männer organisiert und seit 1982 auch für die Frauen.