Regeln zum Platzgen

Inhalt:

Worterklärungen
Spielidee
Die Regeln

Das Ries und die Platzge


Worterklärungen

Ries     Wurfanlage, 17 m lang mit Abwurfzone und Ziel
Schwirren Metallstab, ca. 35 cm lang, steckt in der Mitte des Zielkreises
Platzge Wurfkörper, unterschiedlich schwer; die Aktiven besitzen ihr eigenes Gerät. Zwischen 1-3 kg schwer und max. 18 cm Durchmesser.
Lätt Feuchter und geschmeidiger Lehm, mit dem der Zielring ausgefüllt wird, damit die Platzge sofort ruhig liegen bleibt
Guet Lätt Aufmunterungsruf für die Wettkämpfer vor dem Wettkampf
Bajonett Messer, das nach der Landung der Platzge bei dem Punkte in den Lehm gesteckt wird, der sich am nächsten zum Schwirren befindet.
Stich     Ein Wettkampfprogramm, das während eines Fests ausgetragen wird. Es bestehen verschiedene Arten von Stichen, z. B. der Ehrengabenstich, der Gruppenstich und der wichtigste, der Sektionsstich.


Spielidee

1 bis 3 kg schwere «Platzgen» aus gehärtetem Stahl müssen möglichst genau das 15,5 m entfernte Ziel treffen. Das Ziel besteht aus einem Metallring mit einem Stab, dem so genannten Schwirren, im Zentrum. Die im Maximum zu erzielende Punktzahl pro Wurf liegt bei 100 und wird geschrieben, wenn der Stab getroffen wurde. Jeder cm Abstand vom Stab ergibt einen Punkt Abzug.
Das Wurfspiel erfordert volle Konzentration und gute Körperbeherrschung. Die Kameradschaft und Geselligkeit wird gross geschrieben. Frauen und Männer betreiben das Platzgen.

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Die Regeln

Auswerten des Wurfes
Beim Zielring stehen zwei Personen, eine, die misst (der "Messer") und ein Klubkamerad des Werfers, der die Platzge aus dem Lehm nimmt und sie dem Werfer wieder zurückbringt.
Der Abstand der Platzge vom Schwirren wird immer ab dort gemessen, wo die Platzge nach dem Wurf im weichen Lehm liegen geblieben ist. Wird der Schwirren getroffen und die Platzge vom Aufprall weggeschleudert, z. B. ausserhalb des Lehms, so wird dieser Wurf mit Null gewertet.
Um den Wurf auszuwerten, wird mit dem Messstab und dem Messer (Bajonett) hantiert. Das Messer wird dort in den Lehm gesteckt, wo die Platzge liegen bleibt, und zwar wird der Punkt markiert, der am nächsten beim Schwirren liegt. Um die genauen Punkte zu ermitteln (cm-Abstand zum Schwirren), wird mit dem Messstab die Distanz vom Messer bis zum Schwirren gemessen.

Wertung des Wurfes
Die Maximal zu erzielende Punktzahl pro Wurf liegt bei 100. Mit einem Abstand von 2 cm zum Schwirren werden dem Platzger 98 Punkte gutgeschrieben. Bei 17 cm Abstand 83 Punkte, bei 28 cm Abstand 72 Punkte usw.

Wettkampf-Programme
An den Festen werden unterschiedliche ?Stiche? organisiert, z. B. Sektions-, Wanderpreis-, Gruppen- oder Ehrengabenstich. Zusätzlich zu diesem ordentlichen Programm ist der Veranstalter frei, einen Jubiläusmstich, Gründungsstich o. ä. auszuschreiben
Neben dem Gruppenresultat wird auch das Einzelresultat eines jeden Platzgers in einer Rangliste geführt.
Das Resultat jedes Wurfes wird auf dem Standblatt des Werfers aufgestempelt. Am Ende werden alle Punkte zusammengezählt, und wer am meisten davon hat, ist der Sieger.

Vor dem Programm werden 3 Probewürfe genehmigt.
Dann wird wettkampfmässig geworfen, je nach Stich eine verschiedene hohe Anzahl Würfe oder Passen:
Sektion: 10 Würfe
Wanderpreis: 3 Würfe
Gruppe: 5 Würfe
Ehrengaben: 10–20 Passen á 5 Würfe

Ermittlung des Gruppenresultat
Beim Sektions- oder Mannschaftswettkampf wird das Gruppentotal wie folgt ermittelt:
1. Sektionsgrösse und Pflichtresultate bestimmen:
Sektionen bis 7 Mann werden 5 Pflichtresultate gewertet;
Sektionen bis 9 Mann do. 6;
Sektionen bis 11 Mann do. 7;
Sektionen bis 13 Mann do. 8.

2. Die Pflichtresultate pro Sektion werden zusammengezählt und durch die Zahl der Pflichtresultate dividiert. Das ergibt das Sektions- oder Mannschaftsresultat.

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Das Ries und die Platzge

Das "Ries"
Die 17 m lange Wurfanlage ist unterteilt in eine Abwurfzone von 1, 5 m und eine Zielzone.
Im Ziel liegt ein meist runder Ring (Metall) auf einer meistens betonierten Unterlage mit 1,4 m Durchmesser, die auf der hinteren Seite etwa 25-30 cm erhöht ist, damit eine kleine Neigung zum vorderen Rand entsteht.
Der Ring ist gefüllt mit Lehm, der befeuchtet wird, damit er geschmeidig bleibt und der Platzge gut liegen bleibt.
In der Mitte des Ringes ragt ein etwa 35 cm langer Metallstab (Schwirren) senkrecht zur Fläche heraus, d. h. er ist leicht zum Wettkämpfer geneigt.
Um ein Verbandsfest mit über 350 Teilnehmern durchführen zu können, müssen vom organisierenden Verein meist auf Wiesland zwischen 13-15 solche Riese hergerichtet werden. Damit jedes Ries die genau gleichen Abmessungen aufweist, wird eine Metallform, eine so genannte Lehre verwendet.

Die Platzge
Jeder Platzger besitzt sein eigenes Wurfgerät, das ihm in Form und Gewicht gut in die Hand passt.
Die Platzge (gehärtertes Stahlstück) hat max. 18 cm Durchmesser und etwa 1-3 kg Gewicht. Ansonsten bestehen zu Form und Gewicht keine Vorschriften.
Als eigentlicher Pionier in Sachen Platzgenherstellung gilt Emil Herren aus Münsingen. Seit Jahren stellt Herren Hunderte von Platzgen aus Spezialstahl her. Ein Grossteil der Platzger verwendet bei dieser Sportart eine Platzge "Made by Herren".

Weitere Vorschriften
Gibt es nicht, weder Zeitvorgaben noch Bekleidungsvorschriften.

(Quelle: www.platzgen.ch)

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