Platzgen heute

Inhalts-Übersicht:

Schweiz

International


 Schweiz

Allgemein

In der Schweiz wird der Platzgersport hauptsächlich in Vereinen gelebt und lediglich im Kanton Bern wettkampfmässig betrieben. Neben der alljährlichen Kantonalen Meisterschaft findet in jedem der vier Verbände das Verbandsfest statt.
Nach dem Wettkampf pflegen die Platzger und ihre Freunde gerne die Kameradschaft. Grosse Worte für die Sieger/innen werden nicht verloren, aber die Freude an guten Resultaten ist immer enorm.

An den Wettkämpfen wird um den Sektions-, Gruppen- und Einzelsieg gekämpft. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, bei einem Stich (z. B. beim Stich "Ehrengabe") einen Preis zu erringen.

1999
In Utzenstof nehmen 356 Aktiven aus über 40 Sektionen, darunter 30 Frauen, an einem Platzgerfest teil. Der Wettkampf wird auf zwölf Ris ausgetragen.

2000
Zum Abschluss der Saison nehmen 478 Aktive am grössten Platzgerfest, dem Kantonalen in Uttigen, teil.

Einzelne Gemeinden und Reiseunternehmungen organisieren für Firmen, Gruppen und sonstige Interessenten Platzger-Events.

Die aktiven Vereine organisieren für die Bevölkerung das Volksplatzgen. Mitmachen kommt vor dem Rang, heisst hier das Motto. Man nimmt gerne Tipps von den «Profi» entgegen und versucht nach den Probewürfen sein Können. Zu «mogeln» gibt es nichts, denn im weichen Lehm sitzt das Wurfgeschoss fest bis zur Wertung.

Die Mitgliederzahlen der aktiven Platzger ist je nach Verein eher stagnierend oder leicht rückläufig.


2002
Die Frauen sind bisher dem Verband noch nicht beigetreten. Sie haben aber im 2001 ihre Reglemente angepasst und genehmigt. Es ist nun vorgesehen, die Damen als ein Klub an der Delegiertenversammlung 2003 mit 2 Delegiertenstimmen und ev. einer Funktionärin für Frauenfragen im KBPV aufzunehmen.
Die Frauen werfen kürzere Distanzen.

Die Medienpräsenz im Fernsehbereich ist spärlich, in den Zeitungen, z. B. in der Berner Zeitung (BZ), im Bund und in den Regionalzeitungen wird jedoch regelmässig darüber berichtet.

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Verband
Der Platzgersport wird nur im Kanton Bern Wettkampfmässig betrieben. Der Kantonal-Bernische Platzgerverband bildet den Dachverband mit ca. 500 aktiven Platzgern und ca. 40 aktive Platzgerinnen (Zahlen aus Jahresbericht Zentralpräsident Paul Gertsch Dez. 2002) für den Bernisch-Mittelländischen Verband, den Bernisch-Oberländischen Verband und den Emmentalisch-Oberaargauischen Verband.

Diese vier Verbände haben eigene statuarisch festgelegte Strukturen. Ebenso führt jeder Verband sein alljährliches Verbandsfest durch.

Die drei Vereine Biberist, Niedergösgen und Berntor-Murten sind dem Kantonal-Bernischen Verband angeschlossen.


Elite
Die bekanntesten Platzger sind:
Jakob Wälti (Schüpfen, Jahrg. 44), Beat Lüdi (Konolfingen, Jahrg. 70), Alfred Meyer (Bern-Beundenfeld Jahrg.39).

Mannschaften: Bern-Beundenfeld, Schüpfen, Spiezwiler, Heimberg-Stockhorn, Herzogenbuchsee, Utzenstorf

Resultate:
Im Bayerischen Pocking vermochte die Schweizermannschaft am Dreiländerturnier (2000) einen Grosserfolg zu feiern: In der Länderwertung belegte die Schweiz den ersten Rang vor Österreich und Deutschland. In der Gruppenwertung belegten drei Schweizergruppen die drei Podestplätze, und auch die Einzelwertung sah ein Schweizer Trio auf den Podestplätzen: 1. Hermann Binggeli (Spiezwiler), 2. Kurt Schaffer (Thun), 3. Michael Tschanz (Herzogenbuchsee).

Im 2002 findet der nächste Dreiländerkampf, offiziell Europapokal genannt in Oberösterreich statt. Gemäss einem Beschluss in Pocking findet in den nächsten 6 Jahren dieser Wettkampf alle 2 Jahre statt.
Weiter wurde beschlossen,
dass die Teilnehmer auf ihre im jeweiligen Land geltenden Distanzen werfen dürfen (d.h. die Schweizer auf 17 m, die Bayern auf 18 m und die Österreicher auf 19 m. Der Anlauf ist bei allen 1.5 m)
dass die Teilnehmerbeträge künftig in EURO und nicht mehr in DM bezahlt werden müssen.

Die Platzger kennen das Amt des Nationaltrainers in ihrer Sportart nicht.


Trainingslager:
Am 14. Kant. Platzger Trainingslager in Benidorm im März 2002 nahmen fast 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen teil. Gereist wurde mit dem Car oder dem Flugzeug. Es soll eines der schönsten Lager in Bezug auf Wetter, Training und Kameradschaft gewesen sein.


zurück zum Inhaltsverzeichnis

Wettkämpfe
Während der Platzgersaison, die witterungsbedingt von März bis in den Oktober dauert, werden verschiedene Wettkämpfe ausgetragen.

Die Wettkämpfer/innen brauchen keine Lizenzen, sie haben auch keine persönliche Klasierung.

Die Kantonale Meisterschaft
Die Kantonale Meisterschaft besitzt bei jedem Aktiven den höchsten Stellenwert. Denn um eine Meisterschaftsauszeichnung zu erlangen, gehören Können, Ausdauer und eine gewisse Routine zu den Voraussetzungen. Hier werden der Einzel- und zugleich auch der Mannschaftswettkampf ausgetragen. Die Meisterschaft ist in zwei Stärkeklassen aufgeteilt.
Jeder Platzger wirft 3 Probe- und 30 (!) Wertungswürfe.

In der Saison 2002 gewann Alfred Meyer (Bern Beundenfeld) mit 2875 Punkten vor Lüdi Beat ( Konolfingen) mit 2866 Punkten und Wälti Jakob (Schüpfen) mit 2852 Punkten.

In der Saison 2001 gewann Jakob Wälti (Schüpfen) mit 2912 Punkten vor Glauser Stephan (Hängelen) 2859 Punkte und Paul Stoll (Heimberg-Dornhalde) mit 2831 Punkten

In der Saison 2000 nahmen 360 Platzger/innen am Kantonalen Wettkampt teil.
Platzgermeister wurde Paul Stoll (Heimberg-Dornhalde) mit 2877 Punkten vor Jakob Wälti (Schüpfen) mit 2867 und Hans Stoll (Rüschegg) mit 2863 Punkten.

Rangliste 2000 Mannschaften Kategorie 1:
1. Schüpfen, 2. Bern-Beundenfeld, 3. Marzili, 4. Rüschegg, 5. Konolfingen.

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Verbandsfeste

Das "Kantonale"
- 2002 wird vom PC Herzogenbuchsee - Waldegg organisiert.

- 2001 wurde am 1./2. Sept. in Neuenegg ausgetragen. Das Siegertrio Sektion / Gruppe:
1. Ryser Bruno vom PC Herzogenbuchsee (EOPV), 970 Punkte
2. Meyer Alfred vom PC Bern Beundenfeld (BMPV), 965 Punkte
3. Lüthi Peter vom PC Gwatt (BOPV)
Sektionssieger der 1. Kategorie wurde Bern Beundenfeld mit 911.67 Punkten vor Herzogenbuchsee mit 908.00 Punkten
Im Gruppenwettkampf siegen Konolfingen mit 1'875 Punkten vor Münsingen mit 1'863 Punkten

Damen Sektion / Gruppe
1. Siegrist Susanna vom PC Röseliwald Kriechenwil (VDPV) 933 Punkten
2. Messerli Daniela PC Ittigen (VDPV) 918
3. Knuchel Elisabeth PC Jegenstorf (VDPV)

- 2000
Mit 478 Teilnehmer/innen bildete das "Kantonale" den krönenden Saisonabschluss.
Das Siegertrio in der Sektions Einzelwertung:
1. Jakob Wälti aus Schüpfen, 965 Punkte
2. Ernst Bachmann aus Geristein, 962 Punkte
3. Stephan Ruchti aus Utzenstorf, 959 Punkte

Nebst dem Kantonalen, findet das Mittelländische, das Emmental-Oberaargauische und das Oberländische Verbandsfest statt.
An diesen Verbandsfesten gibt es schöne Ehrengaben zu gewinnen: Velos, Glocken, Treicheln, Haushaltgeräte und vieles mehr stehen den besten Platzgern als Naturalgabe zur Auswahl.

In den Sektions- oder Mannschaftswettkämpfen werden die Siegermannschaften wie folgt ermittlet:
1. Bestimmung der Sektionsgrösse und Pflichtresultate:
Sektionen bis 7 Mann werden 5 Pflichtresultate gewertet;
Sektionen bis 9 Mann do. 6;
Sektionen bis 11 Mann do. 7;
Sektionen bis 13 Mann do. 8;

2. Die Pflichtresultate pro Sektion werden zusammengezählt und durch die Zahl der Pflichtresultate dividiert. Das ergibt das Sektions- oder Mannschaftsresultat.

zurück zum Inhaltsverzeichnis

4 - Platzmeisterschaft
Jeder Teilnehmer hat während der Saison auf vier verschiedenen Plätzen, verteilt über das ganze Kantonsgebiet, je ein Programm zu absolvieren.
Jeder Platzger wirft pro Anlass zweimal 3 Probe- und 12 Wertungswürfe.

- 2001
In der Kategorie A wurden 101 Platzger klassiert. Geworfen wurde in Märzili, Blumenstein, Bümpliz und Bodenmünzi. Nach vier Runden hatte Meyer Alfred vom Platzgerverein Beundenfeld mit 11'424 Punkten am meisten Punkte. Auf Platz 2 folgte Wälti Jakob Schüpfen mit 11'406. In der Kat. B wurden 160 Platzger klassiert, an erster Stelle Lüdi Beat mit 11'172 Punkten.
Die Finalrunde mit 19 Teilnehmern, organisiert vom PC Marzili gewann Forny Anton (2310 Punkte) vor Wälti Kurt (2304 Punkte) und Wälti Jakob (2297 Punkte). Mit dieser Punktezahl überholte Wälti Jakob den führenden Meyer Alfred und wurde 4 - Platzmeister 2001 mit. Zweiter wurde Forny Anton und Dritter Meyer Alfred.
Die Kat. B gewann Lüdi Beat vom PC Konolfingen.
Die Klubmeisterschaft gewann in der Sektion Kat. 1 (15 Vereine) der PC Beundenfeld (44'001 Punkte) vor PC Marzili (43'845 Punkte).
In der Sektion Kat. 2 gewann der PC Blumenstein (42'320 Punkte) vor PC Ortschwaben (42'180 Punkte)

- In der Saison 2000 stellten die Klubs Flügelrad, Schwarzenburg, Bolligen und Thun jeweils zwei Ries für die Vierplatz-Meisterschaft zur Verfügung.

Wettspielmeisterschaft der Verbände
Jeder Unterverband betreibt seine eigene Wettspielmeisterschaft, ein Mannschaftswettbewerb, aufgeteilt in 2 bis 5 Kategorien, je nach Grösse des Verbands. Es sind jedoch Bestrebungen im Gang, dass in absehbarer Zeit eine Kantonale Wettspielmeisterschaft durchgeführt wird.

Jeder Platzger der beiden Mannschaften wirft zweimal 3 Probe- und 12 Wertungswürfe.

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Kantonalcup
Ist ein Mannschafts-Wettbewerb (Cupsystem). Die gemeldeten Mannschaften werden ausgelost, und in direkten Begegnungen werden die 8 Teams ermittelt, die am Bettagsamstag (Tradition) die Finalrunde bestreiten.
Jeder Platzger wirft 3 Probe- und 10 Wertungswürfe.

-
2002:
Auslosung fand statt anlässlich der Delegierten Versammlung vom 3. Feb. 2002 in Neuenegg. 34 Vereine waren gemeldet: 20 vom Mittelland, 8 vom Oberland, 6 aus dem Emmental-Oberaargau. Die 1. Runde musste bis 8. Juni, die 2. Runde bis 8. Juli und die 3. Runde bis 17. August gespielt sein. Der Final fand am 15. September, organisiert vom PC Wyler-Stand, statt.
Resultat:
Final 1. Schüpfen 884.8 Punkte... 2. Herzogenbuchsee 855.0 Punkte / kleiner Final 3. Ittigen 842.4 Punkte... 4. Spiezwiler 798.4 Punkte
Im Viertelsfinal waren ausserdem noch Uetendorf, Konolfingen, Ulmiz, Steingrübel

2001:
1. Schüpfen 884.8 Punkte... 2. Rüschegg 874.4 Punkte... 3. Herzogenbuchsee 907.0 Punkte... 4. Marzili 866.6 Punkte
Im Viertelsfinal waren Münsingen, Herzogenbuchsee, Thun, Ursprung Bramberg, Bolligen, Marzili, Schüpfen, Rüschegg.
Den Final bestritten Rüschegg und Schüpfen


- Resultat 2000:
1. Spiezwiler, 2. Bolligen, 3. Schüpfen.

Einzelcup
Die Teilnehmer (Sommer 2002 ca. 128 Wettkämpfer) treten paarweise gegeneinander an, bis am Abend der Sieger feststeht.
Jeder Platzger wirft 3 Probe- und 10 Wertungswürfe.
Sieger in Ortschwaben im April 2002 wurde Jakob Wälti Schüpfen (977 Punkte) vor Daniel Burkhard Kriechenwil (901 Punkte).


Ballenberg - Cup
Seit 1993 wird der Ballenberg-Cup ausgetragen, ein vom Platzgerclub Brienz und der Museumsleitung organisierter Wettkampf.
- 1999 waren 140 Platzger am Start.
- 2001 wurde der Wettkampf wegen Regen verschoben und am Verschiebungsdatum regnete es am Sonntag wieder. 7 Damen und 57 Herren haben ihren Wettkampf beendet.
Siegerin wurde Mathys Hedi von Jegenstorf mit 1077 Punkten
Sieger wurde Wolf Kurt von Bern Beundenfeld mit 1153 Punkten

Senioren Platzgen
Der Bernisch-Oberländische Platzgerverband organisiert für die Senioren ein Sommerprogramm, ein Ausplatzget, einen Cup und im Winter das Kegeln, ein Mal pro Monat.
Die Daten für das Sommerprogramm 2002: 2. Mai Stockhorn ab 13.30 Uhr, 16. Mai Thierachen ab 13.30 Uhr, 6. Juni Brienz ab 09.00 Uhr, 21. Juni Wattenwil ab 09.00 Uhr, 8. August Spiezwiler ab 13.30 Uhr, 22. August Wattenwil ab 13.30 Uhr, 12. September Thun ab 09.00 Uhr...

Vereinsmeister-Wettkampf
Am Schluss der Saison treten die Meister der Vereine des Emmental-Oberaargauer Verbandes gegeneinander an. 2001 hiess der Sieger bei 13 Teilnehmern, Stephan Glauser vom PC Hängelen mit 2238 Punkten.

zurück zum Inhaltsverzeichnis


 International

Ähnliche Spiele gibt es im benachbarten Elsass, in Bayern, und Österreich, wobei die Wurfkörper, die Distanzen und die Regeln sich vom Schweizer Standard etwas unterscheiden.

In Österreich sind rund 2700 Platzger lizenziert.

1992 wurde im oberösterreichischen Braunau das erste Dreiländerturnier mit Mannschaften aus Österreich, Deutschland und der Schweiz organisiert.
2002 wird der Europapokal in Oberösterreich durchgeführt, dann nur noch alle zwei Jahre.

In Kalifornien, wo Hufeisen geworfen werden, wird eine Weltmeisterschaft, die " World Horesshoe Pitching Championship" ausgetragen.
1989 war der Mens World Champion: Alan Francis (Quelle: Eurosport)

(Quelle: Platzger-Verband)

zurück zum Inhaltsverzeichnis