Regeln zum Korbball

Inhaltsübersicht:

Worterklärungen
Spielidee
Regeln
Kurzübersicht
Auszug aus dem Regelbuch des Schweizerischen Turnverbandes
Minikorbball, Regelentwurf Version 00
Quelle


Worterklärungen

Spielfeld 

Im Freien für Männer: Länge 40 m, Breite 25 m; für Frauen, Junioren und Jugend: Länge 30 m, Breite 20 m
In der Halle: Grenzen gegeben durch die Hallenwände

Der Korb

Hängt 2,5 Meter über Boden

Der Ball 

Einfarbige, wasserabstossende und kugelförmige Lederhülle. Zu Beginn des Spiels: Umfang 68 bis 72 cm, Gewicht 500 bis 550 g

     


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Spielidee

Korbball ist ein Mannschaftssport. Ziel ist es, den Ball in den gegnerischen Korb zu werfen und den eigenen gegen Angriffe (Korbwürfe) zu verteidigen. In einem Team spielen sechs (in der Halle fünf) Spieler oder Spielerinnen. Der Korb hängt so, dass sich der obere Ring 3 m über dem Spielfeld befindet.

Die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit die meisten Körbe erzielt hat, ist Sieger. Haben beide Mannschaften gleich viele Körbe erzielt, endet das Spiel unentschieden.

Korbball wird in der Halle wie auch im Freien gespielt.
Eine Korbballmannschaft besteht aus 4-6 Spieler/innen, je nach dem, ob in der Halle oder im Freien gespielt wird, wobei zusätzlich 4 Auswechselspieler/innen zugelassen sind.


Korbball - der ideale Schulsport! Korbball ist auch für den Schulsport hervorragend geeignet. Hauptargument dafür ist die Tatsache, dass mannschaftliches Spielen auf Grund der Regeln unerlässlich ist. Alleingänge von "Sportskanonen" sind praktisch unmöglich; es geht nicht um Kraft oder enorme Sportlichkeit, sondern in der Breitensportvariante des Korbballspiels speziell um Geschicklichkeit.


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Regeln

Kurzübersicht:
Korbball ist ein extrem mannschaftsorientierter Sport. Der Ball darf nur während drei Sekunden festgehalten werden. Jede/r Spieler/in darf nur zwei Schritte mit dem Ball laufen, bevor dieser entweder den Boden berühren oder an eine/einen Mitspielerin/Mitspieler weitergespielt werden muss. Alleingänge einzelner Spieler sind beim Korbball sehr selten.
Der Gegner/die Gegnerin darf nicht festgehalten, gestossen oder geschoben werden; erlaubt ist einzig das Sperren des/der ballführenden Spielers/Spielerin. Das wiederum muss mit gestreckten Armen passieren - Klammern ist verboten! Spieler/innen ohne Ball dürfen weder berührt werden noch sich gegenseitig an der freien Bewegung hindern.
In verschiedenen Ländern existieren unterschiedliche Korbballregeln, die sich aber grundsätzlich nur in Details unterscheiden.
Mixed ist im Kommen! Korbball ist "körperlos" und bietet sich als Mixed­Sportart deshalb geradezu an. Das haben inzwischen auch viele Männer erkannt und bilden mit erfahrenen Korbballspieleinnen Mixed­Teams. Dies setzt sich vorallem in Deutschland immer mehr durch; in einigen Bezirken gibt es bereits eine offizielle Mixed­Punktspielrunde.

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Einige Regeln aus dem Regelbuch des Schweizerischen Turnverbandes:

Das Spielfeld
Das Spielfeld hat eine rechteckige Form. Die beiden längeren Begrenzungslinien heissen Seitenlinien, die beiden kürzeren Korblinien.
Für Wettspiele im Freien gelten folgende Masse:
a. für Männer: Länge 40 m, Breite 25 m (in Ausnahmefällen beträgt das Mindestmass 36 m in der Länge und 23 m in der Breite);
b. für Frauen, Junioren und Jugend: Länge 30 m, Breite 20 m (in Ausnahmefällen beträgt das Mindestmass 28 m in der Länge und 18 m in der Breite).

In der Halle werden in der der Regel die Seiten- und Korblinien durch die Hallenwände gebildet. Mit der Zustimmung beider Parteien können auch andere Vereinbarungen (z. B. Klebebandmarkierungen) getroffen werden.

Der Ball
Der Ball besteht aus einer einfarbigen, wasserabstossenden, kugelförmigen, genähten Lederhülle und muss zu Beginn des Spiels einen Umfang von 68 bis 72 cm und ein Gewicht von 500 bis 550 g aufweisen.

Spieldauer
Ein Meisterschaftsspiel dauert in der Regel 2 x 15 Minuten, mit einer Pause von 2 Minuten. Im Übrigen richten sich die Spielzeiten und Pausen nach dem jeweiligen Meisterschafts-, Cup- oder Turnierreglement. Nach der Pause werden die Seiten gewechselt.

Die Mannschaft
Eine Korbballmannschaft besteht aus Feld- und Auswechselspielern. Die Auswechselspieler können jederzeit für austretende Feldspieler eingesetzt werden.
Eine vollständige Mannschaft besteht aus 6 Feld- und bis maximal 4 Auswechselspielern.
Für Hallenspiele kann die Spielerzahl auf 5 Feldspieler und bis maximal 4 Auswechselspieler reduziert werden.

Beginn des Spiels
Die Platzwahl kann durch Losen oder auf Grund anderer Bestimmungen vorgenommen wer-den.

Sieger
Die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit die meisten Körbe erzielt hat, ist Sieger. Haben beide Mannschaften gleich viele Körbe erzielt, endet das Spiel unentschieden.


Der Korbraum
Im Freien sind in einem Abstand von 1.5 m zu beiden Seiten des Korbpfostens (Mitte Korbli-nie) zwei 3 m lange, rechtwinklig zur Korblinie verlaufende Linien zu ziehen. Durch die parallel zur Korblinie gezogene Strafwurflinie ist der Korbraum abzuschliessen.

Wenn in der Halle das Basketballbrett mehr als 50 cm von der Wand vorsteht, muss mit Klebband eine Korblinie gezogen werden. Ansonsten gilt die Wand als Auszone.

Das Spielen des Balles
Der Ball darf nur mit den Händen oder Unterarmen gehalten, geworfen oder gestossen werden. Jedes Spielen mit der Faust ist verboten

Es dürfen keinerlei Hilfsmittel angewendet werden.
In der Halle ist das Abstossen mit den Füssen an der Wand nicht erlaubt, denn sie gilt als Hilfsmittel. Ebenfalls ist das Benützen von Harz oder anderen Haftmitteln verboten.

Es ist nicht gestattet, dem Gegner den Ball aus den Händen zu spielen. Hat der Ball die Hände verlassen, ist er frei, wird um den Ball gerungen, hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen und den Ball mit einem Schiedsrichterball wieder ins Spiel zu geben.

Ein Spieler darf den Ball nicht länger als 3 Sekunden in den Händen halten.
Wird der Ball mit einer Hand oder beiden Händen gegen den Boden gepresst, gilt dies als Ballhalten (3 Sekunden-Regel. Wird das Spiel bei Ab-, Eck-, Ein- oder Freiwurf absichtlich verzögert, hat der Schiedsrichter die Fortsetzung des Spieles durch Pfiff anzuzeigen. Erfolgt der Wurf nicht innerhalb von 3 Sekunden (auch nach Anpfiff eines Strafwurfes), so erhält die Gegenpartei Freiwurf.

Es ist erlaubt, den Ball liegend, kniend oder sitzend zu fangen und weiterzuspielen.

Mit dem Ball in den Händen dürfen höchstens 2 Schritte gemacht werden. Macht ein Spieler mit dem Ball mehr als 2 Schritte, muss er den Ball gegen den Boden prellen oder am Boden rollen. Dabei darf der Ball nur einmal beidhändig gefasst werden.

Doppelfang ist:
Beidhändige Berührung des Balles, Verlassen der Hände, anschliessend Boden- oder Schiedsrichterberührung und wieder beidhändige Berührung.
Hochwerfen und Wiederfangen des Balles sowie jedes Nachfangen (Fangfehler) mit einer Hand oder beiden Händen in der Luft. Berührt der Ball jedoch zwischen den Berührungen ei-nen Spieler oder die Korbeinrichtung, wird der Doppelfang aufgehoben. Der Doppelfang und der Fangfehler werden mit einem Freiwurf geahndet.
Hält ein Spieler den Ball in beiden Händen und berührt dabei den Boden, gilt dies nicht als Doppelfang.

Das mehrmalige Führen des Balles von der einen zur anderen Hand ist gestattet, wenn dabei der Ball nie gleichzeitig beide Hände verlässt und nicht gegen andere Regeln versten wird.
Beim Führen von einer Hand zur anderen, muss der Ball immer in Kontakt mit einer Hand sein.

Out-Bälle
Der Ball ist ausserhalb des Spielfeldes, wenn er die Korb- oder Seitenlinie mit seinem vollen Umfang überquert hat. In diesem Fall muss er von einem Spieler derjenigen Mannschaft, die ihn nicht zuletzt berührt hat, ohne Verzögerung durch einen Ab-, Eck- oder Einwurf wieder ins Spiel gegeben werden.
Das Fangen oder Spielen des Balles ist erlaubt, wenn der Spieler auf der Seiten- oder Korblinie sowie auch ausserhalb dieser steht. Bei einer solchen Aktion darf der Ball aber die Seiten- oder Korblinie nicht mit seinem vollen Umfang überquert haben. Der Spieler darf das Spielfeld jedoch nicht verlassen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Korb erzielt?
Ein Korb gilt als erzielt, wenn der Ball mit seinem vollen Umfang den oberen Korbring passiert hat, auch wenn der Ball wegen Defekts der Korbeinrichtung nicht durch das Netz herab-fallen kann. Es ist auch auf Korb zu entscheiden, wenn der Ball durch Rütteln an der Korbeinrichtung oder durch Hinaufstossen durch den Korb wieder aus demselben befördert wird. Wird der Ball von unten durch den Korb geworfen, erfolgt Freiwurf für die Gegenpartei.

Der Schiedsrichterball
Muss das Spiel aus irgendeinem Grund, der nicht zu Ab-, Eck-, Ein-, Frei- oder Strafwurf Anlass gibt, unterbrochen werden, wird der Ball bei Wiederaufnahme durch einen Schiedsrichterball ins Spiel gegeben.

Der Abwurf
Nach jedem erzielten Korb sowie jedesmal, wenn der Ball die Korblinie mit seinem vollen Umfang überquert hat und zuletzt von einem Spieler der angreifenden Mannschaft berührt worden ist, erfolgt Abwurf mit freier Wurfart aus dem Korbraum.
Übertreten der Korbraumlinie durch den Abwerfenden bewirkt Freiwurf gegen, Behinderung des Abwerfenden durch den Gegner im Korbraum Freiwurf für die abwerfende Partei. Der Ball ist im Spiel, wenn er den Korbraum verlassen hat.

Beim Abwurf dürfen sich von der Mannschaft, die den Abwurf ausführen darf, mehr als ein Spieler im Korbraum aufhalten. Sie können sich innerhalb des Korbraumes den Ball auch zuspielen. Der Spieler, welcher den Ball bei der Spielfortsetzung zugespielt erhält, darf mit dem Korbraum nicht mehr in Berührung sein. Wird der Abwurf aber absichtlich verzögert, ist die Spielfortsetzung durch Pfiff anzuzeigen. Beim Abwurf dürfen sich gegnerische Spieler im Korbraum aufhalten; jedoch den Abwerfenden nicht behindern.

Der Eckwurf
Hat der Ball die Korblinie mit seinem vollen Umfang überquert und ist zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt worden, erfolgt ein Eckwurf durch einen Spie-ler der angreifenden Mannschaft. Der Eckwurf ist innerhalb des Spielfeldes von der Ecke aus, auf deren Seite der Ball die Korblinie überquert hat, auszuführen. Die Wurfart ist frei, hingegen muss der Wurf aus dem Stand erfolgen, d. h. mindestens ein Teil eines Fusses muss am Boden bleiben.
Fehlerhafter Eckwurf bewirkt Freiwurf für die Gegenpartei an der gleichen Stelle.
Beim Eckwurf muss sich der gegnerische Spieler immer 1.5 m vom Werfenden entfernt aufhalten. Dem eigenen Spieler, der näher steht, darf der Ball nicht zugespielt werden. Begibt sich der Werfende zu weit ins Spielfeld hinein, muss dies korrigiert werden. Wird der Eckwurf absichtlich verzögert, ist die Spielfortsetzung durch Pfiff anzuzeigen.

Der Einwurf
Überquert der Ball die Seitenlinie mit seinem vollen Umfang, so ist er mit Einwurf durch einen Spieler der Mannschaft, die den Ball nicht zuletzt berührt hat, wieder ins Spiel zu bringen. Der Einwurf ist an der Stelle auszuführen, wo der Ball die Seitenlinie überquert hat. Der aus-führende Spieler muss ausserhalb des Spielfeldes stehen. Der Einwurf muss aus dem Stand ausgeführt, d. h. mindestens ein Teil eines Fusses muss am Boden bleiben. Zum Ausholen muss der Ball über den Kopf gehoben und beim Wurf mit beiden Händen geführt werden. Der Ball ist im Spiel, wenn er die Seitenlinie überquert und die Hände verlassen hat.
Fehlerhaftes Einwerfen bewirkt Freiwurf für die Gegenpartei an der gleichen Stelle, jedoch innerhalb des Spielfeldes.
Besteht ausserhalb des Feldes eine Abgrenzung, so ist der Ball zwischen dieser und der Seitenlinie zu spielen. Wird der Einwurf absichtlich verzögert, ist die Spielfortsetzung durch Pfiff anzuzeigen.

Der Freiwurf
Der Freiwurf ist an der Stelle im Spielfeld auszuführen, wo der Fehler durch den gegneri-schen Spieler oder Mannschaftsbetreuer begangen wurde. Die Wurfart ist freigestellt. Der Freiwurf muss aus dem Stand ausgeführt werden, d. h. mindestens ein Teil eines Fusses muss am Boden bleiben. Fehlerhafte Ausführung bewirkt Freiwurf für die Gegenpartei an der gleichen Stelle.
Der Spieler, der den Ball nicht zugesprochen erhält, muss sich so weit vom Ausführungsort entfernen, dass der Wurf ungehindert gespielt werden kann.

Besonderes
Der den Ab-, Eck-, Ein- oder Freiwurf ausführende Spieler darf den Ball erst wieder berühren, nachdem ihn ein anderer Spieler berührt hat.
Durch einen Ab-, Eck-, Ein- oder Freiwurf kann unmittelbar kein Korb erzielt werden. Gelangt der Ball direkt in den Korb, ist er durch einen Abwurf wieder in das Spiel zu bringen.

Verhalten gegenüber Gegner
Der Gegner darf nicht gehalten, geschlagen oder gestossen werden. Ein gegnerischer Spie-ler, mit oder ohne Ball, darf nur mit am aufrechten Körper angeschlossenen oder mit senk-recht erhobenen Armen gesperrt werden. Das Umfassen (Umspannen) eines Gegners mit einem Arm oder beiden Armen, auch wenn der Gegner dabei nicht berührt wird, gilt als Hal-ten und ist verboten.

Läuft ein Spieler in einen bereits an Ort stehenden oder korrekt abdeckenden Gegner hinein (Stürmerfehler), wird Freiwurf gegeben.
Wird ein angreifender Spieler von zwei abwehrenden Spielern regelkonform gesperrt und versucht er seitlich, mit der Schulter voraus zwischendurch zu gehen, ist auf Stürmerfoul zu entscheiden.

Der Ball darf zur Täuschung nicht gegen den Oberkörper oder das Gesicht des Gegners geführt werden.
Handlungen, die einen Gegner verwirren könnten (z. B. Stampfen, Schreien), sind nicht gestattet.

Der Strafwurf
Der Strafwurf ist von der Mitte der Strafwurflinie aus zu tätigen. Die Wurfart ist frei, der Wurf hat aus Stand zu erfolgen, d. h., mindestens ein Teil eines Fusses muss am Boden bleiben. Der ausführende Spieler darf die Strafwurflinie nicht betreten.
Alle Spieler dürfen den Korbraum erst betreten, wenn der Ball die Korbeinrichtung berührt oder das Spielfeld verlassen hat. Fällt der Ball innerhalb des Spielfeldes bzw. Korbraumes zu Boden, ohne die Korbeinrichtung berührt zu haben, wird der Ball mit einem Schiedsrichter-ball ins Spiel gegeben.
Spieler, die seitlich beim Korbraum stehen, müssen dort eine normale Körperhaltung, mit den Händen nach unten, einnehmen. Machen sich zwei Spieler entlang des Korbraumes ihren Platz streitig, sind beide wegen groben und unsportlichen Verhaltens auszuschliessen.

Der Ausschluss
Die Dauer des Ausschlusses liegt je nach Schwere des Vergehens (Wiederholung) im Ermessen des Schiedsrichters, wenn das Reglement nichts anderes vorschreibt.

Ausschluss für 2 Minuten
Ist bei einer Regel ausdrücklich eine Strafe von 2 Minuten angegeben, darf auch im Wiederholungsfall wegen des gleichen Vergehens keine höhere Strafe verhängt werden.

Disqualifikation
Unter Disqualifikation versteht man den zwangsmässigen Ausschluss einzelner Spieler, Mannschaftsbetreuer oder ganzer Mannschaften von Spielen.

Regeländerungen
Regeländerungen können auf Beginn eines Kalenderjahres nur durch die Abteilung Aktive, Ressort Spiele, des Schweizerischen Turnverbandes erlassen werden. In Unterverbänden sind angepasste Regeländerungen bei Jugendmeisterschaften gestattet.

Wie schon am Anfang bemerkt, sind das nur einige Regeln aus dem Regelbuch des Schweizerischen Turnverbandes. Das gesamte Regelwerk kannst Du im Internet ansehen: www.sportservice.ch

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Minikorbball, Regelentwurf 00 Schweizerischer Turnverband, Abteilung Turner, Ressort Spiele, Fachgruppe Korbball
Ausgabe 2000


1. Spielgedanke
Minikorbball ist ein an die Fähigkeiten der Jugendlichen angepasstes und vereinfachtes Korbballspiel. Die Korbball-Regeln STV, Ausgabe 1998, finden keine Anwendung. Es gelten nur die nachfolgend erwähnten Regeln.

2. Spielberechtigung
Die zur Teilnahme berechtigten Jahrgänge werden von der Fachgruppe Korbball bzw. den kantonalen Verbänden festgelegt.

3. Spielfeld
Das Spielfeld misst 12 x 18 m.

In der Halle entspricht die Hallenbreite der Spielfeldlänge. Als Spielfeld kann auch das Volleyballfeld benützt werden.

Korbeinrichtung:
Zur Korbeinrichtung gehören Korbstange und Korb. Die Korbstange kann durch einen Hochsprungständer ersetzt werden. Der obere Korbring befindet sich 2 m über dem Spielfeldboden.
Die Korbstange darf den Korb überragen.

4. Ball
Es wird mit einem Streetball (kleiner Basketball) oder Handball gespielt.

Der Schiedsrichter entscheidet mit welchem Ball gespielt wird.

5. Spielerzahl
Eine vollständige Mannschaft besteht aus 4 Feld- und bis max. 4 Auswechselspielern. Die Auswechselspieler können jederzeit und wiederholt, ohne Anmeldung beim Schiedsrichter, vom Auswechselraum ins Spielfeld eintreten.

Tritt eine Mannschaft mit weniger als 4 Spieler an, ist sie nicht spielberechtigt.

6. Ausrüstung der Spieler
Die Mannschaften haben einheitliche T-Shirts zu tragen. Das Spielen in Schuhen mit Schraubstollen ist nicht erlaubt. Mit Uhren, Halsketten und jeglichem vom Schiedsrichter als unfallgefährlich bezeichneter Schmuck darf nicht gespielt werden.

Das Gleiche gilt für orthopädische Gegenstände, an welchen sich andere Spieler verletzen können.

Der Schiedsrichter kann Spieler vom Spiel ausschliessen bis diese die beanstandeten Gegenstände abgelegt oder abgedeckt haben.

7. Aufstellung der Spieler
Bei Beginn des Spieles und zu Beginn der zweiten Halbzeit stehen sich je zwei Spieler beider Mannschaften in der Mitte des Spielfeldes gegenüber. Der Schiedsrichter wirft den Ball so auf, dass er zwischen den beiden sich gegenüberstehenden Spielern herunterfallen würde.

Die übrigen Spieler dürfen sich frei auf dem Spielfeld aufstellen.

8. Spielzeit
Ein Spiel dauert in der Regel 2 x 10 Minuten, mit einer Pause von 2 Minuten. Im Uebrigen richten sich die Spielzeiten und Pausen nach dem jeweiligen Spielplan. Nach der Pause werden die Seiten gewechselt.

9. Korbwurf
Im Minikorbball werden Punkte und keine Körbe gezählt. Ein erzielter Korb wird mit 2 Punkten gutgeschrieben. Gelangt der Ball nur an den oberen Korbring und fällt nicht in den Korb, zählt dieser 1 Punkt.

Ein Korb zählt nur, wenn er nach einem direkt aus der Luft gefangenen Ball erfolgt.

Berührt der Ball zuerst die Korbstange, sofern diese den Korb überragt, und gelangt anschliessend in den Korb oder berührt nur den Korbring werden keine Punkte gezählt.

10. Spielen des Balles
Der Ball darf nur mit den Händen gespielt werden. Beim Fangen darf der Ball den Körper des Spielers berühren. Der Doppelfang ist erlaubt.

Es ist nicht erlaubt, den Ball einem Gegner aus der Hand zu spielen oder zu entreissen. Wird um den Ball gerungen, hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen und den Ball mit einem Schiedsrichterball wieder ins Spiel zu geben (Aufstellung der Spiel wie beim Anspiel, jedoch an Ort des Geschehens). Wirft sich ein Spieler nach dem Ball, um in dessen Besitz zu gelangen, hat der Schiedsrichter auf Freiwurf für die Gegenpartei zu entscheiden.

Mit dem Ball in den Händen dürfen höchsten 3 Schritte gemacht werden. Macht ein Spieler mit dem Ball mehr als 3 Schritte, muss er den Ball einhändig gegen den Boden prellen oder am Boden rollen (= Dribbling).

Es dürfen einmal 3 Schritte vor und/oder nach einem Drippling gemacht werden.
Passives Spielen auf Zeit wird mit einem Freiwurf für die andere Mannschaft geahndet.

11. Wurfzone
Es gibt eine Wurfzone, diese dient der Chancengleichheit von den unterschiedlich grossen Spielern.

Betritt ein Spieler der angreifenden Mannschaft die Wurfzone, um sich einen Vorteil zu verschaffen, erfolgt Abwurf durch die verteidigende Mannschaft.

Steht der Angreifer beim Wurf in der Wurfzone, so sind daraus erzielten Punkte ungültig. Der Ball wird von der verteidigenden Mannschaft mit Abwurf wieder ins Spiel gebracht.

Betrifft ein Verteidiger die Wurfzone, so wird auf Freiwurf für die angreifende Partei entschieden. Der Freiwurf wird 1,5 m von der Wurfzonenlinie entfernt, wo der Verteidiger die Wurfzone betreten hat, ausgeführt.

Fällt der Ball nach einem Wurf in der Wurfzone, wird der Ball mit einem Abwurf wieder ins Spiel gebracht.

12. Abwurf, Einwurf, Eckwurf
Nach jedem erzielten Punkt, sowie jedes Mal, wenn der Ball die Korblinie mit seinem vollen Umfang überquert hat und zuletzt von einem Spieler der angreifenden Mannschaft berührt worden ist, erfolgt Abwurf mit freier Wurfart aus der Wurfzone.

Ein- und Eckwürfe können mit freier Wurfart ausgeführt werden. Einwürfe ausserhalb, Eckwürfe innerhalb des Spielfeldes. Aufspringen an Ort, ohne dabei ein Schritt nach vorne zu machen, ist erlaubt.

Aus Ein- und Eckwürfen, die direkt auf den Korb geworfen werden, können keine Punkte erzielt werden.

Fehlerhaftes Ausführen von Ein- und Eckwürfen bewirkt einen Freiwurf für die Gegenpartei.

13. Freiwurf
Mit dem Freiwurf können keine Punkte erzielt werden, wenn er direkt auf den Korb geworfen wird.

Ein Freiwurf wird bei Regelverstössen gepfiffen und ist dort auszuführen, wo der Fehler begangen wurde.

Bei einem Freiwurf aus der Wurfzone (wegen Behinderung oder Durchquerung der Wurfzone) wird der Freiwurf 1,5 m von der Wurfzone wegverlegt.

Bei Eck-, Ein- oder Freiwurf darf kein Spieler der Gegenpartei näher als 1,5 m beim Werfenden stehen.

14. Verhalten zum Gegner
Ein Gegner darf nicht gehalten, geschlagen oder gestossen werden. Ein gegnerischer Spieler darf nicht umklammert werden.

Grobes und unsportliches Verhalten zum Gegner auf dem ganzen Spielfeld (z.B. Beleidigung, wiederholtes Reklamieren gegenüber dem Schiedsrichter, Festhalten, den Fuss vorstellen, Schlagen, Stossen, Umrennen etc.) wird mit Ausschluss des fehlbaren Spielers für den Rest des Spieles geahndet.

Der ausgeschlossene Spieler darf auf dem Spielfeld wieder ersetzt werden.

Regelwidriges Behindern oder Verwirren des Gegners im Augenblick des Korbwurfes wird mit Strafwurf geahndet.

15. Strafwurf
Beim regelwidrigen Behindern oder Verwirren im Augenblick des Korbwurfes erfolgt ein Strafwurf. Der Strafwurf wird von der Mitte der Strafwurflinie ausgeführt. Die Wurfart ist frei, jedoch muss ein Teil eines Fusses am Boden bleiben. Es folgt nur ein Wurf direkt auf den Korb, Nachwürfe sind ungültig.

Bei der Ausführung des Strafwurfes dürfen sich die übrigen Spieler nicht näher als 1,5 m zur Wurfzone und zum Werfenden befinden. Der Schiedsrichter hat vor dem Wurf die fehlerhafte Distanz zu korrigieren.

16. Forfait
Das Forfait-Resultat lautet 10:0.

17. Rangierung bei Punktegleichheit
1. Punktzahl aus den direkten Begegnungen
2. Punktedifferenz aus allen Spielen
3. Höhere Punktezahl
4. Los-Entscheid

Quelle: Schweizerischer Turnverband Korbball

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