Inhalt:

Allgemeines aus der Geschichte vom Badmintonsport
Der Internationale Verband
Badminton in der Schweiz
Aktivitäten der Badminton Rollstuhl Sportler/innen, national und international

Geschichte

 Allgemeines aus der Geschichte
Badminton entwickelte sich aus dem antiken Spiel Federball (battledore and shuttlecock), einem Spiel, das von Erwachsenen wie auch von Kindern im antiken Griechenland, China, Japan, Indien und Siam zumindest 2000 Jahre lang gespielt wurde. Auch im Mexiko der Azteken existierten dem heutigen Badminton ähnliche Spiele, d.h. es wurde mit einer Art Lederschläger gespielt.
Bauern spielten es im mittelalterlichen England und im späten 16. Jahrhundert war es ein beliebtes Kinderspiel.

Im Barock wurde das Spiel "Battledore" oder "Jeu de volant" genannt und war eine beliebte Freizeitbeschäftigung des höfischen Adels in vielen europäischen Ländern. Zwei Spieler versuchten mit einfachen Schlägern den Federball so oft wie möglich hinundherzuschlagen, ohne dass er den Boden berührt.
1830
Der Rekord unter den Mitgliedern der Somerset-Fanmilie war 2117 Schläge - ein einziger Ballwechsel!


1860
Isaac Spratt, ein Spielzeughändler aus London, publizierte ein Heft "Badminton Battledore - a new game", leider ist kein Exemplar erhalten

1870
Der Herzog von Beaufort war bekannt für sein grosses Interesse an sportlicher Betätigung. Auf seinem Landsitz "Badminton House", in Badminton in der Grafschaft Gloucestershire in England, sollte es so kommen, dass ein Spiel den Namen der Ortschaft adoptierte und sich unter dem Namen Badminton auf der ganzen Welt verbreitete.


Es gibt in der Literatur verschiedene Darstellungen wie es zum Wettkampfsport gekommen ist. Eine davon sei hier veröffentlicht:


Eines Tages, als das Wetter nicht so geeignet war für eine Betätigung ausser Hauses, versuchte der Herzog von Beaufort das alte Gartenspiel einmal im Hause zu spielen. Er wollte einige Offiziere, die auf Urlaub von Indien waren, damit unterhalten. Unglücklicherweise hatte der Saal, worin das Spiel gespielt wurde, auf den beiden langen Seiten eine Türe, die nach innen geöffnet wurde. Da die Türen in der Mitte waren, war es nötig eine Begrenzung zu zeichnen, damit die Spieler nicht unnötig von den Gästen, die ein und aus gingen, belästigt wurden. Das Feld hatte die Form einer Sanduhr. Diese Form hielt sich bis 1901. Dann wurde auf die Form und Masse, die man auch heute noch kennt, geändert. Bis dahin wurden auch schon drei offene englische Meisterschaften durchgeführt. Ab 1902 hiessen diese dann All-England Championship.

Die Offiziere, die beim Herzog von Beaufort zu Gaste waren, nahmen das Spiel mit nach Indien und man weiss mit Sicherheit, dass sich englische Offiziere 1873 mit diesem Spiel unterhalten haben. In England ist mit alten Aufzeichnungen belegt, dass in Folkstone schon 1875 ein Offiziersclub bestand, der dieses Spiel betrieb.


1873
Die ersten Regeln wurden in Poona (Indien) verfasst, aber das Spiel entwickelte sich in Indien mehr als soziale Freizeitbeschäftigung denn als Wettbewerbssport in der Halle.

1880
Die ersten Vereine, besonders an der Südküste von England sind oder werden gegründet. Alle spielen nach eigenen Regeln und auch auf Spielfeldern mit eigenen Massen. Das Einzelspie wurde als egoistisch eingestuft, und auch das Doppelspiel wurde nicht überall gespielt.
"Trebles" und "Quadruples" waren die beliebten Spielarten und die Felder waren bis eineinhalb mal so gross wie heute.

1881
Die ersten offiziellen Regeln werden von Oberst Selby vom englischen Heer geschrieben.


1883
Eine frühe Form der Regeln wurde in einem dünnen Heft mit dem Namen "Lawn Tennis, Croquet, Racquets, etc." veröffentlicht. Eines der "et ceteras" besteht aus zehn Seiten, die dem Badminton gewidmet sind und die der Autor als "Rasentennis gespielt mit Federbällen anstelle von Bällen" bezeichnet.

1887
Die Regeln werden von J.H.E. Hart (einer der Pioniere in Indien) revidiert.

1890
Die Regeln werden ein weiteres Mal von J.H.E. Hart, diesmal unter Mitarbeit von Bagnel Wild revidiert.

1893
Der erste Landesverband, die englische Badminton Association, wird von 14 Vereinen in Southsea in Hampshire gegründet

1899
An den ersten offenen Meisterschaften von England am 4. April wurde nur Doppel gespielt. Die Siegerinnen M. Lucas / Frl. Graeme, England, D. Oakes / S.M. Massey, England

1900
An den zweiten offenen Meisterschaften von England wird nun auch das Einzel gespielt. Das war schon etwas zum Aufhorchen, denn bis anhin waren immer mehrere Spieler auf jeder Seite, da es ja ein Gesellschaftsspiel war. Der erste Sieger im Herreneinzel war S.H. Smith, England, im Dameneinzel E. Thomson, England

1901
Die Form des Feldes, das bisher einer Sanduhr glich, d.h. die Netzposten waren nach innen verschoben, wird auf die Form eines Vierecks geändert

1902
Die offenen englischen Meisterschaften werden in All-England Champonship umbenannt und gelten als inoffizielle Weltmeisterschaft

1910
In England gibt es bereits über 150 Vereine

1911
Der in der Schweiz geborene, aber in England lebende G.A. Sautter gewinnt erstmals das All-England Championship im Herreneinzel.

1925
In der Mitte der 20er schlug das organisierte Badminton Wurzeln in Nordeuropa, Nordamerika und im Osten. Vorallem in Dänemark und Kanada wurden die grössten Fortschritte machte. Die Dänen machten es zu ihrem nationalen Wintersport.

1935
Badminton beginnt in den USA erstmals grosse Menschenmassen zu begeistern.

1937
Die ersten "US National Championships" werden abgehalten.

Der Australier Devlin fand, dass die australischen Badmintonspieler zwar ein grossartiges taktisches Können hatten, aber nur eine begrenzte Schlagtechnik. Er meinte, dass dies von der Rasentennis-Erfahrung vieler Spieler kam.

1948
Auf Initiative von Sir Georg Alan Thomas, dem besten Spieler von 1903 bis 1927, wird der Thomas – Cup gestartet. Ein Turnier für Mannschaften und nur für Herren. An der ersten Austragung werden die Länder in Zonen eingeteilt: die amerikanische, die europäische und die asiatische Zone. 10 Länder nehmen teil und erküren in den drei Zonen die Sieger, diese treffen sich dann 1949 im englischen Preston und im Schlussspiel schlug Malaya (heute Malaysia) Dänemark 8:1.


1950
Die Doppel- und Mixedspezialistin Mrs. H.S. Uber kämpft für ein Mannschaftsturnier für Frauen. Wegen finanziellen Schwierigkeiten verzögert sich aber der Start.

1957
Die erste Austragung des Uber-Mannschaftsturnier für Frauen kann im amerikanischen Lytham St. Annes abgewickelt werden. Das amerikanische Team gewinnt diese erste Austragung.

1965
In Taipei (Taiwan) wird eine riesige Badmintonanlage eröffnet. Die 476 Badmintonfelder umfassende Anlage in der Stadt ist vollkommen in der freien Natur angelegt. Jedes Feld ist von Gebüschen und Bäumen umgeben und dank den klimatischen Bedingungen, vom Oktober bis März fast windstill. Es gibt keine Umkleidekabinen und Douchen, dafür Tische um das mitgebrachte Essen zu servieren. Die Unterlage ist entweder Aspalt oder gewalzte Schlacke, mit aufgemalten Linien.
Von Morgens früh bis spät am Abend ist hier Betrieb. Der Eintritt ist gratis und es werden bis 5000 Personen pro Tag gezählt. Oft ist die ganze Familie dabei. Reservieren kann man nicht, wer zuerst kommt spielt zuerst.

1977
In Malmö wird die erste offizielle Weltmeisterschaft ausgetragen. Seit 1899 waren die All-England Championship die inoffiziellen Weltmeisterschaften in den individuellen Disziplinen.
Die Weltmeister/innen: HE Flemming Delfs (Dk); DE Lene Köppen (Dk); HD Tjun Tjun/Johan Wahjudi (Indonesien); DD Etsuko Toganoo/Erniko Ueno (JPN); MD Steen Skovgaard/Lene Koppen (DEN)

1979
Ein Meilenstein für Badminton; das erste offene und gänzlich professionielle Turnier in der Albert Hall in London.

1980
In Djakarta (INA) finden die 2. Weltmeisterschaften statt. Die Weltmeister/innen: HE Rudy Hartono (Indonesien); DE Verawaty Wiharjo (Indonesien); HD Ade Chandra/Christian Hadinata (Indonesien); DD Nora Perry/Jane Webster (ENG); MD Christian Hadinata/Imelda Wiguno (Indonesien)

1983
In Kopenhagen (Dk) finden die 3. Weltmeisterschaften statt. Die Weltmeister/innen: HE Icuk Sugiarto (Indonesien); DE Li Lingwei (CHN); HD Steen Fladberg/Jasper Helledie (DEN); DD Lin Ying/Wu Dixi (CHN); MD Thomas Kihlström/Nora Perry (SWE/ENG)
Der grosse Star Liem Swie King (Indonesien) verlor nach 1980 auch im 1983 wieder im Final, 15-8, 12-15, 17-16!!

Ab jetzt werden die World Championschip alle 2 Jahre ausgetragen

1985
In Galgary (Kanada) finden die 4. Weltmeisterschaften statt. Die Weltmeister/innen: HE Han Jian (CHN), DE Han Aiping (CHN); HD Park Joo Bong/Kim Moon Soo (KOR); DD Han Aiping/Li Lingwei (CHN); MD Park Joo Bong/Yoo Sang Hee (KOR)

1987
In Beijing (China) finden die 5. Weltmeisterschaften statt. Die Weltmeister/innen: HE Yang Yang (CHN); DE Han Aiping (CHN); HD Li Yongbo/Tian Bingyi (CHN); DD Lin Ying/Guan Weizhen (CHN); MD Wang Pengren/Shi Fangjing (CHN)

1989
In Jakarta (INA) finden die 6. Weltmeisterschaften statt. Erstmals wird neben den individuellen Turnieren auch ein Mannschaftsturnier (Sudirmann-Cup) ausgetragen.
Indonesien gewinnt den 1. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Yang Yang (CHN) 2. Titel, DE Li Lingwei (CHN); HD Li Yongbo/Tian Bingyi (CHN); DD Lin Ying/Guan Weizhen (CHN); MD Park Joo Bong/Chung Myung Hee (KOR)
Der grosse Favorit im Herreneinzel Morten Frost (Dk) verlor wie 1987 das Finalspiel.

1991
Südkorea gewinnt den 2. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft in Kopenhagen (Dk)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Zhao Jianhua (CHN), DE Tang Jiuhong (CHN), HD Park Joo Bong/Kim Moon Soo (KOR), DD Guan Weizhen/Nong Qunhua (CHN), MD Park Joo Bong/Chung Myung Hee (KOR)

1992
An den Olympischen Spielen von Barcelona ist Badminton (ohne Mixeddoppel) erstmals offizielle Olympische Sportart.
Die Olympiasieger/innen: HE Allan Budi Kusuma (Indonesien), DE Susi Susanti (Indonesien); HD Park Joo Bong/Kim Moon Soo (KOR); DD Hwang Hye Young/Chung So Young (KOR)

1993
Südkorea gewinnt den 3. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft in Birmingham (GB)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Joko Suprianto (Indonesien); DE Susi Susanti (Indonesien), HD Ricky Subagja/Rudy Gunawan (Indonesien); DD Nong Qunhua/Zhou Lei (CHN); MD Thomas Lund/Catrine Bengtsson (DEN/SWE)

1995

China gewinnt erstmals den 4. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft in Lausanne (CH)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Heryanto Arbi (Indonesien); DE Ye Zhaoying (CHN); HD Rexy Mainaky/Ricky Subagja (Indonesien); DD Gil Young Ah/Jang Hye Ock (KOR); MD Thomas Lund/Marlene Thomsen (DEN)

1996
An den Olympischen Spielen von Atlanta (inkl. Mixeddoppel) heissen die Olympiasieger/innen: HE Poul-Erik Hoyer-Larsen (DEN), DE Bang Soo Hyun (KOR); HD Ricky A Subagja/Rexy Mainaky (Indonesien); DD Ge Fei/Gu Jun (CHN); MD Kim Dong Moon/Gil Young Ah (KOR)

1997
China (zum 2. Mal) gewinnt den 5. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft in Glasgow (Schottland)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Peter Rasmussen (DEN); DE Ye Zhaoying (CHN) 2. Titel; HD Candra Wijaya/Budiarto Sigit (Indonesien); DD Ge Fei/Gu Jun (CHN); MD Liu/Yong/Ge Fei (CHN)

1998
Am Thomas-Cup nehmen 60 Nationen teil. Seit Beginn im 1948 gewann Indonesien 11x, Malaysia 5x und China 4x.
Am Uber-Cup starteten 50 Teams zur Qualifikationsrunde. Seit Beginn im 1957 siegte China 6x, Japan 5x und Indonesien 3x.


1999
Die Zählweise von 2 Gewinnsätzen auf 15 Punkte bei den Herren und allen Doppels, sowie auf 11 Punkte im Dameneinzel wird nicht auf 3 Gewinnsätze auf 9 Punkte geändert. Die asiatischen Länder sind geschlossen gegen diesen europäischen Vorschlag.

China (zum 3. Mal) gewinnt den 6. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft in Kopenhagen (Dk)
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Sun Jun (CHN); DE Camilla Martin (DEN); HD Ha Tae Kwon/Kim Dong Moon (KOR); DD Ge Fei/Gu Jun (CHN) 2. Titel; MD Kim Dong Moon/Ra Kyung Min (KOR)

2000
Erstmals werden an der Juniorenweltmeisterschaft in China die Spiele nach der Zählregel auf 7 Punkte mit 3 Gewinnsätzen gespielt.

An den Olympischen Spielen in Sydney (inkl. Mixeddoppel) heissen die Olympiasieger/innen: HE Ji Xinpeng (CHN); DE Gong Zhichao (CHN); HD Candra Wijaya & Tony Gunawan (Indonesien); DD Ge Fei & Gu Jun (CHN); MD Zhang Jun & Gao Ling (CHN)


2001
Das Copenhagen-Masters (Dez. 2000) und das Swiss Open (März 2001) werden nach der neuen Zählregel auf 7 Punkte gespielt.

China (zum 4. Mal) gewinnt den 7. Sudirmann-Cup (Mannschaftsturnier) an der Weltmeisterschaft. Die Zählregel war noch 2 Gewinnsätze auf 15 Punkte.
Die Weltmeister/innen der individuellen Turniere: HE Hendrawan (Indonesien); DE Ruina Gong (China); HD Halim Haryanto / Tony Gunawan (Indonesien); DD Sui Huang / Ling Gao (China); MD Jun Zhang / Ling Gao (China)
Peter Gade aus Dänemark wurde nach WM 99 und Sydney 2000 wieder im Final geschlagen. Seine Freundin und eine der Favoritinnen, Camila Martin schied bereits im 1/4-Final gegen eine Chinesin aus


2002
Am EBU Kongress wird entschieden, dass die Europäer die neue Zählregel 5x7 unterstützen. Mitte Mai 02 wird vom IBF entschieden welche Zählweise in Zukunft gelten soll.





zurück


 Der internationale Verband IBF
1934
Der internationale Badminton Verband (IBF) wird von den Nationen England, Wales, Irland, Schottland, Dänemark, Holland, Kanada, Neuseeland und Frankreich gegründet.

1936
Indien wird ebenfalls Mitglied des IBF

1972
An den Olympischen Spielen in München wird Badminton als Demonstrationssport zugelassen. Eine definitive Zulassung kommt nicht zu stande.

1985

Das IOC entscheidet, dass Badminton mit seinen 114 Mitgliedern als weltweite Vertretung anerkannt wurde und 1992 olympische Sportart werden wird. Die Athleten sollen um die Titel im Damen- und Herreneinzel, sowie Damen- und Herrendoppel spielen können.

1995

Der "International Badminton Association for Disabled" (I.B.A.D.) wird gegründet.



2001
Der Internationale Badmintonverband verschiebt den endgültigen Entscheid über die Einführung der 5x7 Zählregel bis zum Mai 2002. Bis dann werden allerdings die meisten internationalen Turniere, inkl. Thomas- und Ubercup mit der neuen Regel gespielt.


2002
Der Internationale Badmintonverband entscheidet anlässlich des Finals Thomas- und Ubercup in Guangzhou (China), dass die neuen Zählregeln wie folgt lauten: Herreneinzel und Doppel 2 Gewinnsätze auf 15 Punkte; Dameneinzel, Doppel und das Gemischte Doppel 2 Gewinnsätze auf 11 Punkte

Indonesien bei den Herren und China bei den Damen gewannen unter dem Jubel von 7000 Zuschauern die Mannschaftsweltmeistertitel Thomascup und Ubercup genannt. Deutschland war erstmals in diesem Finale dabei, sowohl bei den Herren wie bei den Damen, konnte aber kein Spiel gewinnen.

Erstmals wurden an einem internationalen Turnier in Guangzhou Videokameras mit Fokus auf die Grundlinien eingesetzt. Nach jedem Ballwechsel konnten die Zuschauer anhand der Zeitlupe sehen, ob der Linienrichter korrekt geurteilt hatte.


zurück

  Badminton in der Schweiz
1954
Der Schweizerische Badmintonverband (SBV) wird gegründet. Der Hauptsitz wird Bern.

1980
An den Europameisterschaften in Holland gewinnt die Baslerin Liselotte Blumer ganz überraschand den Europameistertitel

1983
Der Verband engagiert mit Rob van der Pot (Holland) erstmals einen vollamtlichen Nationaltrainer

1988
Der Verband entlässt Rob van der Pot und verpflichtet den deutschen Günther Huber als Nationaltrainer

1992
Am Badmintonturnier an den Olympischen Spielen in Barcelona nehmen Silvia Albrecht Basel und Bettina Villars Zürich teil

Der Verband verpflichtet den Schweden Claes Johansson zum Nationaltrainer. Günther Huber wird Techn. Direktor des deutschen Badmintonverbandes.

1993
Liselotte Blumer aus Basel gewinnt ihren letzten Schweizermeistertitel. Sie gewann bei der Elite seit 1972 14x den Titel im gemischten Doppel, 18x im Damendoppel und von 1973 bis 1987, also 15x in Serie den Einzeltitel. Dazu kommen noch die Titel mit der Mannschaft, d.h. Liselotte Blumer hat rund 50 Titel gewonnen.

1995
Die Lausanner Vereine organisieren zusammen mit dem SBV in der Eishalle die individuellen Weltmeisterschaften und das Mannschaftsturnier, den Sudirman-Cup.

1996
Am Badmintonturnier an den Olympischen Spielen in Atlanta nehmen Santi Wibowo Genf und Thomas Wapp Zürich teil. Wapp spielt sich unter die besten 32 Spieler der Welt.

Der Verband verpflichtet wieder einen Schweden, Jonas Herrgardh. Claes Johansson wird Nationaltrainer von Schweden.

2000
An der Delegiertenversammlung im Juni 2000 bekommt der Verband einen neuen Name gegeben. Fortan heisst er: "Swiss Badminton" und das Verbandsorgan "Swiss Badminton Magazin".

Der Verband verlängert den Vertrag mit Jonas Herrgardh um 2 Jahre. Gleichzeitig werden zwei Assistenztrainer angestellt. Die Auswahl fällt auf Christian Nyffenegger und Thomas Stulz.

Der BC Genf bekommt die Europameisterschaften 2004.

2001
An den Schweizermeisterschaften in La Chaux-de-Fonds gewinnt Thomas Wapp den 10 Titel im Herreneinzel. Auf dem Siegerpodest erklärt er der versammelten Fangemeinde: "das war mein letztes Spiel an einer Schweizermeisterschaft!" Mit seinen 10 Einzel- und den 6 Doppeltiteln gehört er nebst Liselotte Blumer zu den erfolgreichsten Badmintonspielern in der Schweiz.

Der Vorstand "Swiss Badminton" beschliesst im März, die neuen Zählregeln (auf 7 Punkte, 3 Gewinnsätze) für die Saison 2000/2001 nicht ins Reglement aufzunehmen. Im April entstehen Gerüchte, dass nun doch in Nat. Liga A und B die neue Zählregel eingeführt werden soll.
Im Mai wird entschieden: Nat. Liga A + B, sowie die nationalen Ranglistenturniere spielen auf 7 Punkte bei 3 Gewinnsätzen

An der WM in Sevilla (Juni) belegt die Schweizermannschaft Rang 29 (58 gemeldete Mannschaften)

Swiss Badminton verlängert den Vertrag mit den Organisatoren der Swiss Open von Basel um weitere fünf Jahre. Damit ist das grösste internationale Turnier für einige Zeit wieder gesichert

Swiss Badminton beteiligt sich am Internetportal "esport" des SOV und erarbeitet zusammen mit der Firma qmax ein Vermarktungskonzept für den gesamten Badmintonsport in der Schweiz.

Der Zentralvorstand schafft im Juli ein neues Ressort "Nachwuchs". Ressortleiterin wird die ehemalige Spitzenspielerin und Olympiateilnehmerin in Barcelona, Bettina Villars.

Das offizielle Verbandsorgan "Swiss badminton" bekommt einen neuen Chefredaktor. Beni Anderes wird durch Fabrice Müller aus der Region Basel abgelöst.

2002
Der Verband verlängert den Vertrag mit Jonas Herrgardh um weitere 2 Jahre bis zur Olympiade in Athen. Assistenztrainer ist Christian Nyffenegger.



zurück



 Aktivitäten der Badminton Rollstuhl Sportler/innen, national und international

1995
Der "International Badminton Association for Disabled" (I.B.A.D.) wurde gegründet. Die ersten Mitglieder sind Kroatien, Deutschland, Italien, Niederlande, England, Schweiz, Russland und Israel. Der Verband ist auch im Internationalen Badminton Verband (IBF) aufgenommen worden und hat eigene Spielregeln für das Behinderten-Badminton entwickelt.


1996
Die TK Rollstuhl-Badminton wird in Nottwil gegründet. Sie ist der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung unterstellt. Der erste Präsident ist Paul Kurzo.

1. Rollstuhlturnier in der Schweiz organisiert vom BC Sursee mit 9 Teilnehmer/innen

1998
In Sursee finden die 1. Schweizermeisterschaften im Rollstuhl statt

Die 1. Weltmeisterschaft findet in Holland statt

1999
Offene Europameisterschaften werden in Israel ausgetragen, die Spieler/innen aus Asien spielen erstmals mit.

2. Schweizermeisterschaften im Rollstuhl in Basel anlässlich des Swiss Open

2000
Im Juni finden in Borken (D) die 2. Weltmeisterschaften der Behinderten Badmintonspieler/innen statt. 13 Nationen waren am Start und die Sportler/innen kämpften in 5 verschiedenen Klassen um die Titel. Aus Europa waren Teams aus Belgien, England, Spanien, Holland, Italien, Russland und der Schweiz dabei. Dazu kamen Sportler/innen aus Japan, Pakistan, Sri Lanka Thailand, Hong Kong und Israel. Auf dem Programm gab es Stand- und Rollstuhlbadminton in jeweils zwei unterschiedlichen Schadensklassen sowie einen Demonstrationswettbewerb im Sitzbadminton.
Der Schweizer Paul Kurzo wurde Vizeweltmeister im Rollstuhlbadminton.

In Deutschland fanden im Oktober die ersten offenen Landesmeisterschaften, die "NRW Badminton Open" statt.

Badminton ist noch keine offizielle Disziplin bei den Paralympics.

Das neue "Functional Classification System" wird verbreitet. Es zählt weniger die Behinderung als viel mehr die noch vorhandenen Funktionen.

3. Schweizermeisterschaften im Rollstuhl in Basel anlässlich des Swiss Open

2001
An der Rollstuhl - WM (Juni) in Corboda wird Walter Rauber Weltmeister im Einzel und Doppel

4. Schweizermeisterschaften im Rollstuhl in Basel anlässlich des Swiss Open


2002

5. Schweizermeisterschaften im Rollstuhl in Basel anlässlich des Swiss Open

Maja und Werner Baumgartner treten im April als Nationaltrainer zurück

Vom 6.-8.12.2002 finden die Rollstuhl - Weltmeisterschaften in Indien (Bangalore) statt


zurück

Quellen der Recherchen:

- «Badminton Tips und Tricks» Band 2 von Michael Dickhäuser Dez. 99
- «Badminton» von Keld Vilstrup 1973
- "Dänische Badminton Revue" 1985
- Website der I.B.A.D. Internationaler Behinderten Verband

- Delegiertenversammlung SBV 2000 in Magglingen
- Die Website: www.badmintonsport.de
- Aus dem Buch "The Badminton Story" von Bernard Adams.