| Santi Wibowo | ![]() |
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18, Route des Acacias
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| Sportart: | Badminton |
| Geb.datum: | 15. November 1974 |
| Erfolge: | 4x Schweizermeisterin im Dameneinzel 1997-2000 6x Schweizermeisterin im Damendoppel 1994/95/96/98/99/01 5x Schweizermeisterin im Mixeddoppel 1993/95/97/99/01 Teilnehmerin Olympische Spiele in Atlanta 1996 |
| Weltrangliste: | Beste Klassierung Dameneinzel Platz 54 im Mai 99 Damendoppel Platz 21 im März 99 mit Judith Baumeyer |
Wie bist Du zu Deiner Sportart gekommen, die Du heute ausübst?
Ich habe als sieben jährige mit Badminton begonnen. Mein Bruder hat damals schon gespielt.
Hast Du auch andere Sportarten ausprobiert?
Ja, ich habe Erfahrungen mit Gymnastik gesammelt und auch schon Fussball in der Schule gespielt.
Ist Dein jetziger Klub Dein Stammklub, oder wie hat Dein Weg bisher ausgesehen?
Ja, Stammklub ist der BC Genève seit 1981. Ich spielte von 1990 - 94 bei Olympic Lausanne NLA und kehrte dann zum BCG zurück.
Was ist das für ein Klub (Mitglieder, Grösse, Frauen, Männer, Nachwuchs, Finanzen etc.)
Einer der grössten Clubs der Schweiz (250-300 Mitglider). Budget : CHF 50'000.-
Was liebst Du an Deiner Sportart am meisten?
Vielseitige Sportart, die von Taktik, Geschwindigkeit, Ausdauer, Explosivität, aber auch vom Spielgedanken geprägt ist
Was machst Du nicht gerne?
Konditionstraining
Bist Du Profi-Sportler und wie alt bist Du?
25 jährig, trainiere professionell, verdiene aber leider nicht entsprechend
Wirst Du finanziell von jemandem unterstützt? (Sponsoren, Gönner, Eltern)
Seit den olympischen Spielen in Atlanta unterstützen mich diverse Sponsoren.
Es sind dies Kawasaki, Carrefour Prévention, Ashaway, Nike, André Maréchal und Adance. Vorher waren meine Eltern die grösste finanzielle Hilfe.
Arbeitest oder studierst Du nebenher noch?
Ich arbeite zu 30% als Maketing - und Verkaufsberaterin bei meinem Ausrüster Kawasaki.
Wie könnte das Leben nach der Sportkarriere aussehen, sorgst Du in irgendeiner Weise vor?
Mein Studium als Kommunikationsspezialistin habe ich seit zwei Jahren abgeschlossen. Ich möchte einmal in diesem Bereich, wenn möglich in einer grossen Firma, arbeiten.
Welche markanten Fortschritte hast Du im vergangenen Jahr (99) gemacht?
Eine Fussverletzung liess mich letztes Jahr 5 Monate pausieren. Deshalb kämpfte ich um den Anschluss an mein vorheriges Niveau.
Welches waren die wichtigsten Resultate des letzten Jahres?
Zum 4. Mal in Folge Schweizermeisterin im Dameneinzel. Ein paar Finals & Halbfinals im Damendoppel bei internationalen Turnieren.
Wie sieht der Trainingsalltag aus?
Mein Training besteht aus Badminton-Hallentraining individuell oder in der Gruppe. Dazu kommen wöchentliche Konditionstraining, bestehend aus Kraft-, Ausdauer-, Intervall- und Schnelligkeitsübungen. Im Mentalbereich arbeite ich auch von Zeit zu Zeit mit einem Sportpsychologen.
Wie oft stehen Wettkämpfe an?
Während der Saison (August bis Mai) fast jedes Wochenende, teilweise auch Wochentags. Ungefähr ein - bis zwei Mal pro Monat sind diese Wettkämpfe im Ausland.
Bist Du bis anhin von Verletzungen verschont geblieben, wenn nicht, was hat Deine Karriere beeinflusst?
Die letzte Saison verpasste ich wegen meinem Ermüdungsbruch zu grossen Teilen. Das kostete mich die Qualifikation für Sydney 2000.
Was ist das Wichtigste, das sich eine Sportlerin heutzutage vor Augen halten muss?
Als Spitzensportlerin braucht es viel Disziplin in verschiedenen Bereichen
Doping ist zum Dauerthema geworden, wie oft wirst Du kontrolliert?
Das kann jederzeit bei Training und Wettkampf passieren
Wie gross ist das Thema Doping überhaupt unter Deinen Kolleginnen/Kollegen?
Doping ist ein Thema, das alle betrifft. Klar wird das diskutiert.
Welche Rolle spielen die Medien Deiner Meinung nach im heutigen Sport?
Die Medien machen den Sport bekannt. Leider findet Badminton noch nicht eine allzu grosse Beachtung, obwohl es eine attraktive Sportart ist !
Wie gross ist das Konkurrenzdenken unter Euch?
Die Konkurrenz in der Schweiz ist leider eher klein. Mehr Konkurrenz würde uns wahrscheinlich schneller ans internationale Niveau heranführen.
Wie empfindest Du das Lohngefälle im heutigen Sport? (Beispiel Fussballer, Eishockeyaner und Schwimmer, Badmintonspieler?)
Das finde ich unfair, denn in allen Sportarten werden extreme Leistungen gefordert, um an die Spitze zu kommen. Die Medien haben da grossen Einfluss ! Ich persönlich spiele Badminton nicht wegen dem Geld, sondern aus Leidenschaft.
Was beschert Dir im Wettkampf ein Glücksgefühl?
Siegen ist natürlich schön. Aber ich bin ebenfalls glücklich, wenn ich mein Spiel physisch und psychisch unter Kontrolle habe und somit so spiele, wie ich es mir vorgenommen habe.
Wann bist Du mit Dir zufrieden?
Wenn ich meine Grenze erreicht habe !
Welche Ziele hast Du Dir kurz-, mittel-, und langfristig gesteckt?
Ein internationales Turnier zu gewinnen ist eines meiner grossen Ziele. Weitere Ziele sind die WM 2001 in Sevilla und der Wiederaufstieg in die A-Gruppe an der Team-EM mit der Schweiz.
Hast Du einen persönlichen Trainer oder seid Ihr in der Gruppe?
Bis jetzt war der Assistent des Nationaltrainers auch mein Trainer. Für die nächste Saison ist noch nicht ganz klar, wer mich trainiert.
Was arbeitest Du im mentalen Bereich?
Von Zeit zu Zeit arbeite ich mit einem Sportpsychologen.
Was sind die Schwierigkeiten eines Schweizer Juniors, der noch die Schulen absolvieren muss?
Das Zeitmanagement ! Training, Wettkämpfe, Schule, Prüfungen, Freizeit, Erholungszeit : das alles muss in einem Tagesablauf Platz haben. Es braucht viel Disziplin, Organisation und einen grossen Willen !
Warst Du davon auch betroffen?
Ja natürlich ! Aber ich habe dann stark profitiert und viel für mein Alltagsleben gelernt. In 24 Stunden kann man viel tun !
Was bedeutet Dir Geld?
Geld bedeutet Unabhängigkeit und Sicherheit.
Welche Bücher liest Du am liebsten?
Ich lese gerne Bücher mit philosophischen Inhalten.
Gibt es in Deiner Sportart Freundschaften, die über den Sportplatz hinausgehen?
Ja natürlich ! wir Badmintonspieler/innen sind eine grosse Familie. Ich habe Freundschaften im In - und Ausland.
Welche Rolle haben Deine Eltern am Anfang Deiner Karriere gespielt?
Sie sind das wichtigste in meinem Leben. Ohne sie wäre ich nie da, wo ich jetzt bin. Sie haben mich von Anfang an in allen Bereichen unterstützt.
Was tust Du gegen eine anhaltende Leistungsbaisse?
Ich mache meinen Kopf frei für andere Dinge als Badminton. Für eine Analyse arbeite ich mit dem Psychologen.
Welche Risiken gehst Du in Deiner Sportart ein?
Die Gelenke werden im Badminton sehr stark belastet.
Was tust Du dagegen?
Die beste Prophylaxe ist ein intensives und gut aufgebautes Sommertraining.
Was motiviert Dich am meisten?
Meine eigene Leistung ständig zu verbessern !
Was ist am Sport in der Schweiz gut, was schlecht?
Die Zusammenarbeit zwischen Ausbildung und Sport muss verbessert werden. Dem Sportler stehen zu viele Hindernisse im Weg. Gut ist der frühe erste Kontakt der Kinder mit verschiedensten Sportarten. Leider ist es in der Schweiz trotzdem schwierig, als Profi vom Sport zu leben.
Es gibt im Sport Tendenzen hin zu Fun, Spektakel und Show. Wie äussert sich das in Deiner Sportart?
Im und um das Badminton könnte noch viel mehr Spektakel gemacht werden.
Was hältst Du davon?
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Was ist Dein grösster Wunsch bezüglich Deiner Karriere?
Die Nummer 1 der Welt, He he he.